Österreichische Baunormen
Normdatenbank:
Dokumenten Nummer:
ÖNORM EN ISO 16530
Klassifikation:
DC*N-E
Preisgruppe:
Preisgruppe 89
Bezeichnung:
Öl- und Gasindustrie einschließlich kohlenstoffarmer Energieträger - Bohrungsintegrität - Lebenszykluslenkung (ISO/DIS 16530:2024)
zitierte Normen:
ersetzte Normen:
identische Norm:
Registriert als:
Autor:
Komitee 007 Druckgeräte, Fernleitungen, Lagertanks und Tankstellenausrüstung
Referenz:
übersetzt in:
de*en
english text:
Oil and gas industries including lower carbon energy - Well integrity - Life cycle governance (ISO/DIS 16530:2024)
Description:
Dieses Dokument gilt fu¨r alle durch die Erdo¨l- und Erdgasindustrie betriebenen Bohrungen. Dieses Dokument gilt fu¨r jede Bohrung oder Gruppe von Bohrungen, unabha¨ngig von deren Alter, Lage (einschließlich Onshore-, Unterwasser- und Offshore-Bohrungen), Funktion, Status oder Typ (z. B. Bohrungen mit natu¨rlichem Zufluss, ku¨nstlichem Gaslift, Injektion). Dieses Dokument ist vorgesehen zur Unterstu¨tzung der Erdo¨l- und Erdgasindustrie beim wirksamen Management der Integrita¨t einer Bohrung wa¨hrend ihres Lebenszyklus durch Bereitstellung von: ¿ Mindestanforderungen fu¨r die Sicherstellung des Bohrungsintegrita¨tsmanagements; und ¿ Empfehlungen und Verfahren, die der Bohrungsbetreiber auf anpassbare Weise anwenden kann, auf der Grundlage bohrungsspezifischer Risikomerkmale. Die Sicherstellung der Bohrungsintegrita¨t umfasst zwei Hauptbestandteile: erstens die Sicherstellung der Bohrungsintegrita¨t wa¨hrend der Auslegung und Herstellung und zweitens im Anschluss daran das Management der Bohrungsintegrita¨t wa¨hrend der gesamten verbleibenden Lebensdauer der Bohrung. Dieses Dokument behandelt jede der nachstehend festgelegten sechs Phasen a) bis f) des Lebenszyklus einer Bohrung und beschreibt die zwischen den jeweiligen Phasen innerhalb eines Bohrungsintegrita¨tsmanagementsystems zu erbringenden Arbeitsergebnisse: a) in der ¿Auslegungsgrundlagenphase¿ werden die wahrscheinlichen Gefa¨hrdungen und Risiken in Zusammenhang mit der Sicherheit und der Einwirkung von Umweltbedingungen Über- und Untertage festgestellt, die wa¨hrend des Lebenszyklus einer Bohrung auftreten ko¨nnen. Nach ihrer Feststellung werden diese Gefa¨hrdungen und Risiken analysiert, damit Kontrollverfahren fu¨r Auslegung und Betrieb in nachfolgenden Phasen des Lebenszyklus einer Bohrung entwickelt werden ko¨nnen; b) in der ¿Auslegungsphase¿ werden die Kontrollen festgelegt, die bereits bei der Auslegung der Bohrung zu beru¨cksichtigen sind, um geeignete Barrieren zum Management der festgestellten Sicherheits- und Umweltrisiken vorsehen zu ko¨nnen. Bei der Auslegung werden die erwarteten oder vorhersehbaren Änderungen wa¨hrend des Lebenszyklus einer Bohrung beru¨cksichtigt und sichergestellt, dass die erforderlichen Barrieren bereits bei der Auslegung der Bohrung auf das Risiko fu¨r Personen und Umwelt abgestimmt sind; c) in der ¿Bohr- und Inbetriebnahmephase¿ werden die die durchzufu¨hrenden Arbeitsschritte (einschließlich Nacharbeit/Reparatur) und durchzufu¨hrenden Verifizierungsta¨tigkeiten festgelegt, die fu¨r das Erreichen der vorgesehenen Auslegung erforderlich sind oder empfohlen werden. Sie behandelt sa¨mtliche Abweichungen von der Auslegung, die eine erneute Validierung hinsichtlich der identifizierten Gefa¨hrdungen und Risiken erfordern. Die Bohr- und Inbetriebnahmephase endet u¨blicherweise mit der Übergabe der Bohrung an den Funktionsbereich des Fo¨rderbetriebs; d) in der ¿Betriebsphase¿ werden die Anforderungen oder Empfehlungen sowie Verfahren fu¨r das Bohrungsintegrita¨tsmanagement wa¨hrend des Betriebs festgelegt. In dieser Phase sind Bohrungen u¨blicherweise unter Kontrolle des Funktionsbereichs Betrieb/Fo¨rderung; e) in der ¿Interventionsphase¿ (einschließlich Aufwa¨ltigung) werden die Mindestanforderungen oder Empfehlungen fu¨r die Bewertung der Bohrungsbarrieren vor und nach jeglicher Intervention festgelegt, die das geplante Öffnen des Barrieresystems beru¨cksichtigt; f) in der ¿Verfüllungsphase¿ werden die Anforderungen oder Empfehlungen fu¨r den dauerhaften Verschluss einer Bohrung festgelegt. Die in diesem Anwendungsbereich festgelegten sechs Phasen des Lebenszyklus einer Bohrung (einschließlich Übergabe) und deren wechselseitige Beziehungen sind in Bild 2 in der Einleitung dargestellt. Dieses Dokument gilt nicht fu¨r Bohrlochkontrolle. Bohrlochkontrolle umfasst Ta¨tigkeiten, um eine unbeabsichtigte Freisetzung von Fluidformationen aus der Bohrung an die Umgebung wa¨hrend Bohrung, Komplettierung, Intervention und Aufwa¨ltigung und Verfu¨ll
francoise:
Industries du pétrole et du gaz, y compris les énergies à faible teneur en carbone - Intégrité du puits - Gouvernance du cycle de vie (ISO/DIS 16530:2024)